Fafleralp
Herkunft des Namens Fafleralp
Derselbe Name steckt im Innerfaflertal, das schon 1907 genannt wird. Seine Bedeutung ist ungeklärt.[4]
Gründung von Fafleralp
Die Fafleralp ist eine Alp der Gemeinde Blatten zuhinterst im Lötschental. Ihre neuere Geschichte beginnt mit dem Tourismus, als drei Männer, Bellwald, Ebener und Rieder, beschliessen, auf fast 1'800 Metern ein Hotel zu bauen. Sie entscheiden sich bewusst für einen Bau im regionalen Stil.[1][2][5]
Geschichte von Fafleralp
1906. Bellwald, Ebener und Rieder beschliessen, auf der Fafleralp ein Hotel zu errichten.[2]
1908. Seit diesem Jahr besteht das Hotel Fafleralp.[6]
1910. Die Fafleralp wird zum touristischen Anziehungspunkt.[1]
2010. Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff trifft hier Bundesrätin Doris Leuthard.[2]
2025. Nach dem Bergsturz vom 28. Mai ist das unbeschädigte Hotel das einzige der vier Hotels von Blatten, das noch steht. Die einzige Zufahrt führt durch das verschüttete Dorf, und das bis Juni fast ausgebuchte Hotel bleibt die ganze Saison geschlossen.[2]
2025. Im September steht das Hotel ohne Gäste vor dem Aus. Es braucht mindestens 1,5 Millionen Franken à fonds perdu, und die Betriebsunterbrechungsversicherung verweigert die Zahlung, weil das Gebäude noch steht.[6]
2026. Am 4. Juli öffnet das Hotel nach einem Jahr wieder. Ein Postauto fährt erneut von der Lauchernalp auf die Fafleralp, achtmal täglich und mit zwanzig Plätzen pro Kurs. Die schmale, kurvenreiche Zufahrt führt unter dem überwachten Öigschtchummu-Gletscher durch, und ein Ampelsystem soll im Notfall Alarm schlagen. Das Angebot kostet eine halbe Million Franken, finanziert von der Tourismusorganisation und dem Kanton.[3]
Historische Orte in Fafleralp
Hotel Fafleralp. Auf fast 1'800 Metern beschäftigt das Hotel normalerweise 20 Angestellte und beherbergt höchstens 120 Gäste. Auch Charlie Chaplin und Gerhard Schröder waren hier zu Gast.[2][5]
Campingplatz. In der Nähe des Hotels liegt ein Campingplatz.[5]
Sagen von Fafleralp
Der Spielmann auf der Blümlisalp. Nach einer Lötschentaler Sage lebte auf der Blümlisalp, zuhinterst im Innerfaflertal, einer heute teilweise mit Eis bedeckten Alp, ein Spielmann. Abends besuchte er oft seine Geliebte auf der Gugginenalp. Als er einmal bei der Talmauer über den Bach sprang, drückte sich sein Fuss in den Fels, doch er schlug die Warnung in den Wind. Auf dem nächtlichen Heimweg stiess ihn ein eifersüchtiger Nebenbuhler an derselben Stelle in die Tiefe. Schwer verletzt nahm er seine Geige und spielte das Lied vom Kreuzweg. Da öffnete sich vor ihm ein schmaler Pfad, und er konnte sich retten.[4]
Meier Heim und seine Alp. Man erzählt, Meier Heim aus dem Grindorf, mit dreissig Kühen der reichste Burger des Tales, habe im Innerfaflertal nahe der Blümlisalp eine ausgedehnte Alpweide besessen. Die Stelle seiner Alphütte heisst noch heute « s'Meier Heims Ferrich ». Seine Magd ass im Sommer so viel, dass man sie im Herbst auf einem Schlitten ins Dorf holen musste. Der Pfarrer von Kippel soll den Gottesdienst erst begonnen haben, wenn Meier Heim in seinen roten Sonntagsstrümpfen in der Kirche sass.[4]
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz (version allemande originale), « Blatten (VS) » (Werner Bellwald, version du 02.06.2004)
- SRF, « Legendäres Hotel in Blatten: Abschied von der Fafleralp » (1.6.2025)
- SRF, « Lötschental: Postauto fährt nach Bergsturz wieder auf Fafleralp » (4.7.2026)
- F. G. Stebler, « Am Lötschberg. Land und Volk von Lötschen », Monographien aus den Schweizeralpen, Zurich, Albert Müller, 1907 (RERO DOC)
- geo.admin.ch, service de recherche de swisstopo (Fafleralp)
- Blick, « Trotz Hilfsgeldern: Traditionshotel in Blatten VS steht vor dem Aus » (26.9.2025)
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