
Kippel
Herkunft des Namens Kippel
Das Dorf wird 1437 in der Form « kypil » erwähnt. Auf Walliserdeutsch soll es « Chiipl » heissen. Woher kommt der Name? Das ist noch offen.
Gründung von Kippel
Kippel liegt im oberen Lötschental. Keltoromanische Grabfunde könnten auf eine frühe Dauersiedlung hinweisen. Jahrhundertelang war Kippel das weltliche und kirchliche Zentrum des Tals: Seine Kirche, archäologisch ab dem 12. Jahrhundert und urkundlich 1233 belegt, war bis 1899 Pfarrkirche aller Talgemeinden und ab 1233 ein Priorat der Abtei Abondance in Savoyen. Eine Schmiede diente dem ganzen Tal. Der Dorfkern ist von traditionellen Walliser Holzhäusern aus der Mitte des 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts geprägt, von aussergewöhnlicher Dichte und Qualität. Bis um 1950 herrschte die berglandwirtschaftliche Selbstversorgung (Viehzucht, Milchwirtschaft, Ackerbau) vor, die innerhalb von drei bis vier Jahrzehnten verschwand. Der in Kippel niedergelassene Berner Maler Albert Nyfeler und Pfarrer Johann Siegen (1886-1982) machten das Tal und seine Bräuche bekannt, etwa die Prozessionen mit Soldatenparaden und die Maskenläufe.[1]
Geschichte von Kippel
Keltoromanische Zeit. Gräber aus dieser Zeit könnten auf eine Dauersiedlung hinweisen.[1]
12. Jahrhundert. Erste Kirche, archäologisch nachgewiesen.[1]
1233. Die Kirche wird erwähnt; sie wird ein Priorat der Abtei Abondance in Savoyen.[1]
1437. Erwähnung in der Form « kypil ».
1556. Bau einer gotischen Kirche durch Roman Ruffiner, von der Turm und Beinhaus erhalten sind.[1]
1740. Bau des barocken Schiffs und Chors.[1]
1899. Ende der Rolle als Pfarrkirche aller Talgemeinden.[1]
1908. Eröffnung des Hotels Lötschberg, eines der ersten touristischen Bauten des Tals, um 1910 gefolgt vom Gasthaus Ebener.[1]
1923. Eine Lawine zerstört die Schmiede, die dem ganzen Tal diente.[1]
1960. Eröffnung eines Sessellifts und eines Skilifts zur Hockenalp (Ende der 1970er Jahre stillgelegt). Kippel beherbergt die Orientierungsschule des Tals.[1]
1977. Eine Totalrenovation der Kirche zerstört das Tor, das den heiligen Bezirk markierte.[1]
1982. Eröffnung des Lötschentaler Museums.[1]
1980er Jahre. Kippel verzeichnet seither 35'000 bis 45'000 Übernachtungen pro Jahr in Hotellerie und Parahotellerie.[1]
Bevölkerung von Kippel
Quellen und Referenzen: [1][2]
| 1802 | 115 Einwohner |
| 1850 | 168 Einwohner |
| 1900 | 248 Einwohner |
| 1950 | 363 Einwohner |
| 2000 | 368 Einwohner |
| 2025 | 334 Einwohner |
Historische Orte in Kippel
Kirche und Priorat. Kirche ab dem 12. Jahrhundert belegt, ab 1233 Priorat der Abtei Abondance und bis 1899 Pfarrkirche des ganzen Tals. Turm und Beinhaus von 1556 von Roman Ruffiner, barockes Schiff und Chor von 1740, Totalrenovation 1977.[1]
Dorfkern. Traditionelle Walliser Holzhäuser aus der Mitte des 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts, von aussergewöhnlicher Dichte und Qualität.[1]
Lötschentaler Museum. Talmuseum, seit 1982 in Kippel.[1]
Hotel Lötschberg und Gasthaus Ebener. Erste touristische Bauten des Tals (1908 und um 1910).[1]
Überreste in Kippel
Keltoromanische Gräber. Grabfunde, die auf eine Dauersiedlung in keltoromanischer Zeit hinweisen könnten.[1]
Turm und Beinhaus von 1556. Erhaltene Teile der von Roman Ruffiner erbauten gotischen Kirche.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse (version allemande originale), « Kippel » (Werner Bellwald, version du 16.10.2008)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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