
Ferden
Herkunft des Namens Ferden
Erwähnung 1380 in der Form « Verdan ». Walliserdeutsch soll der Name « Fäärdan » lauten. Die Etymologie ist ungeklärt.[1]
Gründung von Ferden
Neben dem Dorf Ferden umfasst die Gemeinde die Alpen Faldum, Resti und Kummen. Auf ihrem Gebiet liegt auch Goppenstein. Ihre Geschichte ist eng mit jener des Lötschentals verbunden. Die Urkunden des Spätmittelalters weisen auf über ein Dutzend Streusiedlungen und Höfe hin. Später entwickelte sich Ferden zum Haufendorf. Sein Wohlstand beruhte auf Waldbesitz, einer ertragreichen Landwirtschaft (Alpen) und seiner Lage am Südfuss des Lötschenpasses, der bis ins 18. Jahrhundert von überregionaler Bedeutung war. In Goppenstein wurden ab dem 15. Jahrhundert Bleiminen ausgebeutet; beim Bau des Lötschbergtunnels (1906-1913) wurde Goppenstein nach Sitten kurzfristig zum bevölkerungsreichsten Ort im Kanton. In der Zwischenkriegszeit boten Tourismus und Heimindustrie (Weberei) Verdienstmöglichkeiten. Ferden löste sich 1956 von der Talpfarrei (Priorat Kippel). Bekannt ist der Brauch der Osterspende, die Verteilung von Ziger, Brot und Wein am Ostermontag.[1]
Geschichte von Ferden
Bronzezeit. Am Lötschenpass wurden bronzezeitliche Pfeilbogen gefunden.[1]
1380. Erwähnung in der Form « Verdan ».[1]
15. Jahrhundert. Beginn des Abbaus der Bleiminen von Goppenstein.[1]
Spätmittelalter. Die Urkunden weisen auf über ein Dutzend Streusiedlungen und Höfe auf dem Gebiet hin.[1]
1685. Barbarakapelle am Dorfplatz.[1]
18. Jahrhundert. Ende der überregionalen Bedeutung des Lötschenpasses, an dessen Fuss das Dorf liegt.[1]
1906-1913. Bau des Lötschbergtunnels als internationale Verkehrsachse. Goppenstein wird nach Sitten kurzfristig zum bevölkerungsreichsten Ort im Kanton.[1]
1920. Bau einer fahrbaren Talstrasse.[1]
1956. Ferden löst sich von der Talpfarrei (Priorat Kippel). Eine neue Kirche wird gebaut.[1]
2003. Es bestehen nur noch zwei Vollerwerbsbetriebe, da die Landwirtschaft seit den 1950er Jahren zurückgeht.[1]
Bevölkerung von Ferden
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1850 | 178 Einwohner |
| 1900 | 249 Einwohner |
| 1950 | 349 Einwohner |
| 2000 | 286 Einwohner |
| 2010 | 261 Einwohner |
| 2025 | 248 Einwohner |
Historische Orte in Ferden
Dorfplatz und Barbarakapelle. Am Dorfplatz stehen die alte Barbarakapelle von 1685 und repräsentative Holzhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts.[1]
Pfarrkirche. Neue Kirche, erbaut nach der Loslösung Ferdens von der Pfarrei Kippel 1956.[1]
Goppenstein. Ort der ab dem 15. Jahrhundert ausgebeuteten Bleiminen; auch das Südportal des 1906 bis 1913 erbauten Lötschbergtunnels soll hier liegen.[1][2]
Lötschenpass. Pass, an dessen Südfuss Ferden liegt, bis ins 18. Jahrhundert von überregionaler Bedeutung.[1]
Alpen Faldum, Resti und Kummen. Alpen auf dem Gemeindegebiet, Grundlage der ertragreichen Landwirtschaft, die den Wohlstand des Dorfes begründete.[1]
Überreste in Ferden
Bronzezeitliche Pfeilbogen vom Lötschenpass. Am Lötschenpass wurden bronzezeitliche Pfeilbogen entdeckt.[1]
Bleiminen von Goppenstein. In Goppenstein ab dem 15. Jahrhundert ausgebeutete Bleiminen.[1][2]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse (version allemande originale), « Ferden » (Werner Bellwald, version du 11.01.2005)
- Office fédéral de la protection de la population (PBC), « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale du canton du Valais » (état au 1.1.2026)
- Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
- geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)
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