Giffers
Herkunft des Namens Giffers
Französisch Chevrilles. Das Dorf erscheint 1160 als «Chivriles», 1301 als «Guifrils» und 1577 als «Giffers». Der Name ist nicht gedeutet.[1]
Gründung von Giffers
Giffers ist ein Strassendorf an der Ärgera, 7 km südöstlich von Freiburg, mit den Weilern Färtschera, Gauchetli, Matte, Neustatt, Popplera und Vorsatz. Auf dem Gemeindegebiet wurden Funde aus der Jungsteinzeit und der Hallstattzeit gemacht. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts gehörte die Herrschaft den Herren von Glâne, danach kam sie an das Kloster Hauterive. Das Dorf gehörte damals zur Pfarrei Marly.[1]
Geschichte von Giffers
Première moitié du XIIe siècle. Die Herrschaft der Herren von Glâne geht danach an das Kloster Hauterive.[1]
1160. Das Dorf wird als «Chivriles» genannt.[1]
Après 1317. Graf Peter III. von Greyerz erwirbt die Herrschaft durch Kauf.[1]
1324. Er verkauft sie mit hoher und niederer Gerichtsbarkeit an Petrus Aczonis, Stadtarzt von Freiburg.[1]
1390. Die Kapelle St. Tiburtius wird erstmals erwähnt.[1]
1406. Giffers wird dem Freiburger Burgpanner zugeteilt.[1]
Première moitié du XVe siècle. An der Ärgera arbeiten Mühlen, eine Stampfe und mehrere Kalköfen.[1]
1442. Mit dem Verkauf der thiersteinischen Lehen kommen umfangreiche Besitzungen an die Stadt Freiburg.[1]
XVIe siècle. Im Gebiet Eichholz bestehen drei Ziegeleien, an der Ärgera werden Sandsteinplatten gebrochen.[1]
XVIe-XVIIIe siècles. Bis Ende des 18. Jahrhunderts ist das Kloster Magerau in Freiburg der grösste Grundbesitzer.[1]
1630. Giffers trennt sich vor allem aus sprachlichen Gründen von der zweisprachigen Pfarrei Marly und bildet mit Neuhaus, St. Silvester und Tentlingen eine neue Pfarrei.[1]
1831. Die politische Gemeinde wird gebildet.[1]
XIXe siècle. Neben der Landwirtschaft gewinnt die Strohflechterei an Bedeutung.[1]
1850. Giffers ist bis 1895 mit Neuhaus vereinigt.[1]
1859. St. Silvester wird selbstständig.[1]
1894. Neuhaus schliesst sich Plasselb an.[1]
1895. Bis 1902 gehören Teile der Gemeinde St. Ursen zur Pfarrei Giffers.[1]
1970-2000. Das Dorf wächst vor allem als Wohngemeinde, während die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort sinkt.[1]
2000. Über zwei Drittel der Erwerbstätigen sind Wegpendler. Rund neun Zehntel der Einwohner haben Deutsch als Erstsprache.[1]
Bevölkerung von Giffers
Quellen und Referenzen: [1][3]
| 1811 | 512 |
| 1850 | 470 |
| 1888 | 749 |
| 1900 | 683 |
| 1930 | 690 |
| 1950 | 770 |
| 2000 | 1'393 |
| 2025 | 1'718 |
Historische Orte in Giffers
Pfarrkirche St. Tiburtius. Die Pfarrkirche am Dorfplatz ist im KGS-Inventar als Objekt von regionaler Bedeutung (B) verzeichnet. Eine Kapelle St. Tiburtius ist seit 1390 erwähnt.[1][2]
Zehnthaus der Abtei Magerau. Das Gebäude an der Oberdorfstrasse erinnert daran, dass die Abtei Magerau vom 16. bis 18. Jahrhundert die grösste Grundbesitzerin im Dorf war. Es ist im KGS-Inventar als Objekt von regionaler Bedeutung (B) verzeichnet.[1][2]
Überreste in Giffers
Prähistorische Funde. Auf dem Gemeindegebiet kamen Funde aus der Jungsteinzeit und der Hallstattzeit zum Vorschein.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Giffers » (Jean-François Steiert, version allemande du 08.09.2005)
- Office fédéral de la protection de la population, « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale, canton de Fribourg » (état au 1.1.2026)
- Service de la statistique du canton de Fribourg (SStat), « Population des communes, de 1900 à 2025 » (T01-02-03), population résidante permanente au 31.12.2025
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