Gingins
Herkunft des Namens Gingins
Der Name erscheint bereits 1144-1159 in seiner heutigen Form «Gingins». Er soll vom lateinischen Personennamen «Gimius» oder «Gimmius» stammen, ergänzt durch das lateinische Besitzsuffix «-anum» (zu überprüfen). Die Einwohner heissen Ginginois.
Gründung von Gingins
Keine konsultierte Quelle sagt, wer das Dorf gegründet hat. Das Gebiet war in römischer Zeit bewohnt: Man fand hier Überreste, darunter jene einer Bleigiesserei, und vielleicht eine Strasse (die Vy d'Etraz). Die Gemeinde setzt den Ursprung des Dorfes an den Anfang des 12. Jahrhunderts (zu überprüfen). Im 12. Jahrhundert ist eine Familie von Gingins belegt, ein Zweig der Herren von Divonne. Zunächst Eigengut, wird die Herrschaft 1319 von Savoyen zu Lehen genommen; das heutige Schloss wird um 1440 erbaut.
Geschichte von Gingins
Römerzeit. Überreste, darunter eine Bleigiesserei, und vielleicht eine Strasse, die Vy d'Etraz.
12. Jahrhundert. Eine Familie von Gingins, ein Zweig der Divonne, ist belegt.
1144-1159. Erste Erwähnung des Namens in der Form «Gingins».
1312. Ein Vertrag zwischen Herren und Äbten über die Abgrenzung der Berge erwähnt Gingins (zu überprüfen).
1319. Die Herrschaft, bis dahin Eigengut, wird von Savoyen zu Lehen genommen.
um 1440. Bau des heutigen Schlosses.
1535. Gefecht von Gingins, Auftakt zur Eroberung der Region durch Bern (zu überprüfen).
1659. Ende des Besitzes der Herrschaft durch die Familie von Gingins.
1664. Die Berner besitzen die Herrschaft bis 1757 und gliedern sie der Landvogtei Bonmont ein.
18. Jahrhundert. Die Gemeinde wird von einem Rat mit acht Mitgliedern regiert.
1764. Das Dorf zählt 237 Einwohner.
1798. Gingins kommt zum Distrikt Nyon.
1862-1864. Die Gemeinde muss infolge des Gebietsaustauschs zwischen Frankreich und der Schweiz Land im Dappental abtreten.
1948. Die Gemeinde übernimmt das Wappen der Familie von Gingins (zu überprüfen).
1970er-1980er Jahre. Die im Wesentlichen landwirtschaftliche Gemeinde wird zur Wohngemeinde; der Pendleranteil steigt.
1994-2004. Die Stallungen des Schlosses beherbergen die Fondation Neumann (Glas, Jugendstil).
2000. Die Gemeinde zählt 1'037 Einwohner.
2025. Die Gemeinde zählt am 31. Dezember 1'241 Einwohner.
Bevölkerung von Gingins
| 1764 | 237 |
| 1850 | 397 |
| 1900 | 377 |
| 1950 | 376 |
| 1980 | 630 |
| 2000 | 1'037 |
| 2025 | 1'241 |
Historische Orte in Gingins
Schloss Gingins. Das heutige Schloss wurde um 1440 erbaut, Sitz einer Herrschaft, die bis 1659 der Familie von Gingins und von 1664 bis 1757 den Bernern gehörte. Von 1994 bis 2004 beherbergten seine Stallungen die Fondation Neumann, die sich dem Glas und dem Jugendstil widmete.
Kirche Saint-Laurent. Pfarrkirche einer Pfarrei, die Gingins, Chéserex und nach der Reformation Grens umfasst, mit einer Filiale in Trélex. Die Armenkasse wurde gemeinsam von allen Dörfern der Pfarrei verwaltet.
Musée romand de la machine agricole. Museum für Landmaschinen auf dem Gemeindegebiet.
Überreste in Gingins
Römische Überreste. In Gingins wurden Überreste aus römischer Zeit gefunden, namentlich jene einer Bleigiesserei.
Vy d'Etraz. Eine römische Strasse, die Vy d'Etraz, führte vielleicht durch das Gemeindegebiet.
Sagen von Gingins
Die Sèche-Chrétiens. Die Ginginois tragen den Übernamen Sèche-Chrétiens wegen einer Legende: Ein Landstreicher, dem man erlaubt hatte, die Nacht im Gemeindebackofen zu verbringen, soll am nächsten Morgen vom Bäcker beinahe darin geröstet worden sein.
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse (version italienne), « Gingins »
- Commune de Gingins, « L'origine et le territoire »
- Wikipédia, « Gingins »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
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