
Grandfontaine
Herkunft des Namens Grandfontaine
Das Dorf wird 1136 erstmals als « Granfontana » erwähnt. Der Name, « grosser Brunnen », stammt von der Karstquelle, an der das Dorf liegt und die heute als grosses Becken mit Waschhaus gefasst ist.[1]
Gründung von Grandfontaine
Weder der Gründer noch das Gründungsdatum von Grandfontaine sind bekannt. Das Dorf entstand bei einer Karstquelle in einem engen Tal der Ajoie und wird ab 1136 erwähnt. Seine Kirche Saint-Étienne wird im 12. Jahrhundert unter den Besitzungen des Priorats Lanthenans in der Franche-Comté genannt. Grandfontaine gehörte zum Fürstbistum Basel, das hier nach den Burgunderkriegen seine Rechte ausdehnte. Im Ancien Régime unterstand es der Meierei Chevenez.[1]
Geschichte von Grandfontaine
1136. Ersterwähnung: « Granfontana ».[1]
12. Jahrhundert. Die Kirche Saint-Étienne wird in der Bestätigung der Besitzungen des Priorats Lanthenans (Franche-Comté) erwähnt.[1]
Ende 15. Jahrhundert. Nach den Burgunderkriegen dehnt das Fürstbistum Basel seine Rechte über das Dorf aus.
Ancien Régime. Grandfontaine untersteht der Meierei Chevenez.[1]
1756. Grosser Dorfbrand.[1]
1765. Erneuter grosser Brand.[1]
1779. Die Pfarrei, zu der auch Roche-d'Or gehört, wechselt vom Bistum Besançon zum Bistum Basel.[1]
1785. Dritter grosser Brand des 18. Jahrhunderts.[1]
1836. Grandfontaine wird gemischte Gemeinde.[1]
19. Jahrhundert. Bau des grossen Brunnenbeckens und des Waschhauses an der Karstquelle.[1]
1876. Rocourt, bis dahin Teil der Pfarrei Grandfontaine, löst sich von ihr.[1]
Anfang 20. Jahrhundert. Das Bauerndorf erlebt mit der Herstellung von Halbedelsteinen eine beginnende Industrialisierung. Später bestehen noch einige Uhrenschalenateliers, eine Sägerei und eine Schreinerei.[1]
Bevölkerung von Grandfontaine
Quellen und Referenzen: [1]
| 1818 | 395 |
| 1850 | 471 |
| 1900 | 424 |
| 1950 | 396 |
| 2000 | 330 |
| 2010 | 362 |
| 2025 | 362 |
Historische Orte in Grandfontaine
Kirche Saint-Étienne. Pfarrkirche, ab dem 12. Jahrhundert unter den Besitzungen des Priorats Lanthenans erwähnt. Die Pfarrei gehörte bis 1779 zum Bistum Besançon.[1]
Grosses Brunnenbecken und Waschhaus. Grosser Brunnen und Waschhaus aus dem 19. Jahrhundert an der Karstquelle, die dem Dorf den Namen gab.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Grandfontaine » (Dominique Prongué), version allemande
- Statistique Jura, tableau JU-T.01.01.03, population résidante permanente au 31 décembre 2025
- geo.admin.ch (swisstopo), recherche de lieux « Grandfontaine »
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