Grattavache

Kanton Freiburg · Bezirk: Veveyse · 228 Einwohner (2001, ehemalige Gemeinde Grattavache, letzte Zahl vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde La Verrerie

Herkunft des Namens Grattavache

Grattavache ist 1403 als «Ginta Vachi» belegt. Die Bedeutung des Namens ist nicht geklärt. Im Wappen von La Verrerie erinnert heute eine Kuh an das Dorf.[1][4]

Gründung von Grattavache

Grattavache ist eine Streusiedlung an den Quellen der Mionnaz, zwischen Le Crêt und Semsales. Im Mittelalter gehört es zur Kastlanei Rue und zur Pfarrei Saint-Martin-de-Vaud. Der Bach La Vaux trieb hier Mühlen an, und das Dorf blieb vorwiegend landwirtschaftlich und gewerblich geprägt. Grattavache gehört heute zur Gemeinde La Verrerie (Fusion von 2004).[1]

Geschichte von Grattavache

1403. Das Dorf wird als «Ginta Vachi» erwähnt.[1]

1536. Mit der Eroberung der Waadt wird Grattavache freiburgischer Besitz.[1]

1670. Grattavache verlässt die Pfarrei Saint-Martin und kommt zu jener von Le Crêt.[1][3]

1798-1848. Das Dorf gehört zum Bezirk Rue, ab 1848 zum Vivisbachbezirk (Veveyse).[1]

1799. In Grattavache wird eine Schule erwähnt.[1]

1970. In den 1970er Jahren führt der Bau der Autobahn A12 zu einer Güterzusammenlegung. Im folgenden Jahrzehnt lässt eine Wohnzone die Bevölkerung stark wachsen.[1]

2000. Mehr als zwei Drittel der Erwerbstätigen des Dorfes arbeiten auswärts.[1]

2004. Am 1. Januar schliesst sich Grattavache mit Le Crêt und Progens zur Gemeinde La Verrerie zusammen. Am 17. September 2003 hatte die Gemeindeversammlung den Vertrag mit 61 Ja ohne Gegenstimme bei 2 Enthaltungen genehmigt.[1][2]

Bevölkerung von Grattavache

Quellen und Referenzen: [1][2]

Bevölkerung von Grattavache
1850192
1900215
1950163
1980134
2000225
2001228

Historische Orte in Grattavache

Hof La Châtelaine. Grosser Modellhof, Anfang des 19. Jahrhunderts von Jean Baptiste Jérôme Brémond erbaut, dem Besitzer der Gruben und der Glashütte von Semsales. Er erweiterte ihn, indem er Weiden und Torfmoore nach dem Abbau des Brennstoffs nutzbar machte.[1]

Ehemalige Schule und Käserei. Das um 1850 für Schule und Käserei errichtete Gebäude beherbergt heute eine Schuhmacherei.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Grattavache » (Jean-Claude Vial, version du 17.07.2007)
  2. Conseil d'État du canton de Fribourg, message n° 97 du 6 octobre 2003 accompagnant le projet de décret relatif à la fusion des communes du Crêt, Grattavache et Progens
  3. Dictionnaire historique de la Suisse, « Crêt, Le » (Jean-Claude Vial, version du 11.05.2005)
  4. Commune de La Verrerie, « Présentation de la commune »

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