Guévaux

Kanton Freiburg · Bezirk: Lac · Weiler der Gemeinde Mont-Vully (Freiburger Teil)
Gehört zur Gemeinde Mont-Vully

Herkunft des Namens Guévaux

Der Weiler erscheint 1240 als « Govel ».[1]

Gründung von Guévaux

Guévaux ist ein Weiler am Nordufer des Murtensees, bestehend aus zwei Herrenhäusern und zwei Winzerhäusern. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde er zwischen den Herrschaften Cudrefin und Lugnorre geteilt, und die Grenze zwischen Waadt und Freiburg durchschneidet ihn noch heute. Dieser Eintrag behandelt den Freiburger Teil, der zur ehemaligen Gemeinde Haut-Vully gehörte und seit 2016 Teil von Mont-Vully ist. Der Waadtländer Teil gehörte zur Gemeinde Mur, heute in Vully-les-Lacs. Die beiden Herrenhäuser bauten im 18. Jahrhundert zwei Landvögte aus der Familie Kilchberger.[1]

Geschichte von Guévaux

1240. Erste Erwähnung des Weilers als « Govel ».[1]

Anfang 14. Jahrhundert. Guévaux wird zwischen den Herrschaften Cudrefin und Lugnorre geteilt.[1]

1742. Jean Bernard Kilchberger, Landvogt von St. Johannsen, lässt auf der Freiburger Seite das Herrenhaus Les Rondas bauen.[1][2]

1747. Auf der Waadtländer Seite baut Nicolas Kilchberger, Landvogt von Avenches, ebenfalls ein Herrenhaus.[1]

Um 1760. Die Strasse wird nördlich der Güter verlegt, und die Nebengebäude von Les Rondas entstehen.[1]

1818-1832. Die im 18. Jahrhundert bezeugte Brauerei des Weilers wird in eine Papierfabrik umgewandelt.[1]

1825. Das Waadtländer Haus wird von Auguste Roulet aus Neuenburg gekauft. 1880 geht es an die Familie Rivier.[1]

2016. Mit der ehemaligen Gemeinde Haut-Vully kommt der Freiburger Teil des Weilers zu Mont-Vully.[1]

Historische Orte in Guévaux

Les Rondas. 1742 von Jean Bernard Kilchberger erbautes Herrenhaus, mit Nebengebäuden von um 1760. Als Winzerhaus Les Rondas Kulturgut von nationaler Bedeutung.[1][2]

Waadtländer Herrenhaus. 1747 von Nicolas Kilchberger erbautes Haus, jenseits der Kantonsgrenze.[1]

Überreste in Guévaux

Ufersiedlung Mur-Chenevières de Guévaux I. Diese Ufersiedlung auf der Waadtländer Seite ist eine der 56 Schweizer Pfahlbaustationen im Unesco-Welterbe und eine der wenigen am Murtensee, die in die Frühbronzezeit zurückreichen.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Guévaux » (Gilbert Marion), version du 03.04.2019
  2. Office fédéral de la protection de la population, « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale, canton de FR » (état au 1.1.2026)

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