Mur (FR)

Kanton Freiburg · Bezirk: Lac · 66 Einwohner (1991, Freiburger Teil)
Gehört zur Gemeinde Mont-Vully

Herkunft des Namens Mur (FR)

Das Dorf wird 1396 als « Murs » erwähnt.[1]

Gründung von Mur (FR)

Die Kantonsgrenze verläuft mitten durch Mur. Dieser Eintrag behandelt den östlichen, freiburgischen Dorfteil, der zur ehemaligen Gemeinde Haut-Vully gehörte und seit 2016 Teil von Mont-Vully ist. Der westliche, waadtländische Teil bildete die Gemeinde Mur, die 2011 in Vully-les-Lacs aufging. Die Teilung geht wohl auf das 14. Jahrhundert zurück, als das Dorf zwischen den Herrschaften Cudrefin und Lugnorre aufgeteilt wurde. Der Freiburger Teil teilte das Schicksal der Herrschaft Lugnorre, dann der Gemeinen Herrschaft Murten, und gehört zur reformierten Pfarrei Môtier.[1][2]

Geschichte von Mur (FR)

14. Jahrhundert. Das Dorf wird wohl schon damals zwischen den Herrschaften Cudrefin und Lugnorre geteilt.[1]

1350. Die Grandson treten die Herrschaft Lugnorre, zu der Mur gehört, an die Grafen von Neuenburg ab.[2]

1396. Erste Erwähnung als « Murs ».[1]

1469. Die Herrschaft Lugnorre geht an die Stadt Murten. 1484 kommt sie zur Gemeinen Herrschaft Murten.[1][2]

1676. Ein Brand trifft das Dorf.[1]

1710. Die Zehntscheune wird gebaut.[1]

1760. Jean-Rodolphe Fischer baut ein altes Winzerhaus zum Herrenhaus um, dem Château de Mur.[1][3]

1798. Die Gemeine Herrschaft Murten endet.[1]

1802. Ende Jahr wird der Vully zwischen Freiburg und Waadt aufgeteilt. Haut-Vully mit dem östlichen Teil von Mur fällt an Freiburg.[1][2]

2016. Der Freiburger Teil von Mur kommt zur Gemeinde Mont-Vully, nachdem der Waadtländer Teil 2011 zu Vully-les-Lacs gekommen war.[1]

Bevölkerung von Mur (FR)

Quellen und Referenzen: [1]

Bevölkerung von Mur (FR)
15597 Feuerstätten
16137 Häuser
16578 Häuser
181819 Wohnhäuser
185013 Wohnhäuser
199166 Einwohner

Historische Orte in Mur (FR)

Château de Mur. Altes Winzerhaus, 1760 von Jean-Rodolphe Fischer zum Herrenhaus umgebaut, an der Rue du Château. Als Weinbauernhaus Fischer, genannt Château de Mur, im Kulturgüterinventar verzeichnet (B-Objekt).[1][3]

Zehntscheune. 1710 erbaute Scheune.[1]

Überreste in Mur (FR)

Jungsteinzeitliche Ufersiedlung. In Mur wurde eine jungsteinzeitliche Ufersiedlung festgestellt.[1]

Gallorömischer Fundplatz. Auf dem Dorfgebiet ist ein Fundplatz aus gallorömischer Zeit bekannt.[1]

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Mur (FR) » (Marianne Rolle), version du 17.11.2016
  2. Dictionnaire historique de la Suisse, « Vully » (Nicole Meystre-Schaeren), version du 05.01.2015
  3. Office fédéral de la protection de la population, « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale, canton de FR » (état au 1.1.2026)

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