Pont de Zaehringen et viaducs
Herkunft des Namens Pont de Zaehringen et viaducs
Die Brücke trägt den Namen der Zähringer, der Herzogsfamilie, die Freiburg 1157 gründete. Ihre Vorgängerin hiess einfach Grand Pont (Grosse Brücke).[1]
Gründung von Pont de Zaehringen et viaducs
Anfang des 19. Jahrhunderts brauchten Reisende aus Bern etwa eine Stunde vom Schoenberg nach Freiburg: Sie mussten in der Unterstadt dreimal die Saane überqueren und dann über die Grand-Fontaine hinaufsteigen, eine Strecke mit dem Übernamen « tombeau des chevaux » (Pferdegrab). Der französische Ingenieur Joseph Chaley, ehemaliger Offizier Napoleons, der mit Marc Séguin in Südfrankreich Hängebrücken gebaut hatte, spannte 1832 bis 1834 eine Hängebrücke mit 273 m Spannweite zwischen dem Schoenberg und der Rue des Bouchers. Der Weg nach Bern führte nun nicht mehr durch die Au, sondern durch den Burg. Mit wenig Geld hatte die Stadt Eisendraht statt Stein gewählt. Als Hängebrücken als zu gefährlich galten, schrieb die Baudirektion eine Betonbrücke aus, die 1924 an derselben Stelle fertig wurde.[2][3][8][9][11]
Geschichte von Pont de Zaehringen et viaducs
1830. Joseph Chaley entwirft die Grosse Brücke, im Wettbewerb mit Guillaume-Henri Dufour.[2]
1832-1834. Chaley baut die Hängebrücke. Ihre Kabel überspannen 273 m zwischen den beiden Portalen, mit einem Durchhang von 19,28 m, und die Fahrbahn liegt etwa 50 m über der Saane (der Bau wird auch auf 1832 bis 1835 datiert).[1][2][3]
1834. Eröffnung der Grossen Brücke, die den Schoenberg mit der Rue des Bouchers verbindet und den Verkehr von der Au in den Burg lenkt. 15 Jahre lang (oder 14) gibt es keine längere Hängebrücke auf der Welt. Schriftsteller und Maler stellen sie dar, und Besucher kommen von weit her, um sie zu sehen.[1][8][11]
1839-1840. Chaley spannt eine zweite Hängebrücke von 151 m über den Galterngraben (Gottéron), an der neuen Kantonsstrasse nach Bourguillon.[2][12]
1920. Nach einem Unfall an der Galternbrücke schreibt die Baudirektion einen Wettbewerb für den Ersatz der Grossen Brücke aus.[3]
1922-1924. Die Ingenieure Jules Jaeger und Armin Lusser, Erbauer der Pérolles-Brücke, bauen die Zähringerbrücke aus Beton.[3][5]
1924. Die neue Brücke wird Anfang des Jahres für den Verkehr geöffnet, und die Grosse Brücke wird abgebaut.[3][13]
1956-1960. Die Galtern-Hängebrücke wird 1956 abgerissen und durch eine Stahlbetonbrücke des Ingenieurs H. Gicot ersetzt.[2][12]
1959. Die ersten Studien für einen neuen Saaneübergang in Freiburg beginnen.[6]
1989. Die Stadt Freiburg lädt fünf Ingenieurgruppen zum Wettbewerb für die Poyabrücke ein. Die Gruppe GVH (P. Gorgé, A. Vaucher, B. Houriet) gewinnt (der Wettbewerb wird auch auf 1990 datiert).[3][6]
2006. Am 24. September nehmen 81 % der Stimmenden den Kredit von 58 Millionen Franken für die Poya an.[6]
2010. Am 3. September wird der Grundstein der Poyabrücke beim Mast Nr. 6 gelegt.[6]
2014. Die Poyabrücke wird am 10. und 11. Oktober eingeweiht. Am 12. Oktober wird die Zähringerbrücke nach 90 Jahren Autoverkehr für Privatautos gesperrt, und die Stadt wird ihre Eigentümerin.[1][4][6][7]
2018. Nach mehreren Suiziden werden auf der Zähringerbrücke provisorische senkrechte Netze angebracht.[4]
2022. Am 11. Januar beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 8,7 Millionen Franken, um die Brücke instand zu setzen und zu sichern.[4]
Historische Orte in Pont de Zaehringen et viaducs
Zähringerbrücke. Bogenbrücke aus Stahlbeton von 1922 bis 1924, mit sieben Bögen auf sechs Pfeilern, von denen einer im Fluss steht. Sie ist 247 m lang (oder 235,55 m), und die Fahrbahn liegt etwa 45 m über der Saane (oder 48 m). Seit 2014 ist sie Bussen, Velos und Fussgängern vorbehalten und als Kulturgut der Kategorie A erfasst.[1][4]
Unterbrücke (Sous-pont). Eine schmale Strasse führt einige Meter über der Saane durch die Pfeiler und erschliesst das Auquartier.[1][3]
Poyabrücke. Schrägseilbrücke, 2014 eingeweiht, 851,6 m lang, mit einer Hauptspannweite von 196 m und zwei 110 m hohen Masten. Sie wurde gebaut, um das Burgquartier zu entlasten, durch das täglich etwa 25'000 Fahrzeuge fuhren.[1][7]
Überreste in Pont de Zaehringen et viaducs
Grosse Hängebrücke. Werk von Joseph Chaley, 1834 eröffnet und 1924 abgebaut. Die Brücke hatte keinen Mittelpfeiler. Die Luftaufnahmen von Walter Mittelholzer zeigen den Übergang von der Hängebrücke zur Zähringerbrücke.[2][8][10][13]
Galtern-Hängebrücke. Zweite Hängebrücke Chaleys in Freiburg, 151 m lang, 1839-1840 gebaut und 1956 abgerissen.[2]
Quellen
- Fribourg Région, « Pont de Zaehringen »
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Chaley, Joseph » (Hermann Schöpfer), version du 29.10.1999
- Office fédéral de la culture, Système Davos de qualité pour la culture du bâti, formulaire d'évaluation « Fribourg FR, Pont de Zaehringen, 1922 » (21.09.2021)
- Ville de Fribourg, message n° 10 du Conseil communal au Conseil général, « Remise en état du pont de Zaehringen et sa sécurisation contre les suicides » (11.01.2022)
- Inventaire fédéral des sites construits d'importance nationale (ISOS), « Fribourg » (ville)
- État de Fribourg, « Le pont de la Poya : historique »
- Fribourg Région, « Pont de la Poya »
- Timothy Montavon (RadioFr.), « Une expo sur l'ancien "plus long pont suspendu du monde" », Frapp (30.04.2024)
- Christophe Dutoit, « Il était un pont avant le pont », La Gruyère (2024)
- Ville de Fribourg, « Une exposition qui jette des ponts » (05.06.2024)
- Ville de Fribourg, page du quartier du Bourg
- Inventaire fédéral des sites construits d'importance nationale (ISOS), « Bourguillon » (2003)
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Fribourg (commune) » (François Guex, Hermann Schöpfer, Alain-Jacques Czouz-Tornare), version du 04.02.2010
Weitere Dörfer in der Nähe von Pont de Zaehringen et viaducs
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