Wappen von Vérossaz

Vérossaz

Kanton Wallis · Bezirk: Saint-Maurice · 944 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Ansicht von Vérossaz
Foto: Christoph Radtke, CC BY 3.0, Wikimedia Commons · Wappen: Gemeinfrei

Herkunft des Namens Vérossaz

Der Name erscheint 1046 in der Form « Verolsa ». Er soll vom frankoprovenzalischen verossa stammen, das die Grünerle (Bergerle) bezeichnet, ein Wort wahrscheinlich gallischen Ursprungs.[1]

Gründung von Vérossaz

Auf dem Plateau über Saint-Maurice wurde ein Beil aus der Bronzezeit gefunden, doch scheint es vor dem 11. Jahrhundert nicht dauerhaft besiedelt gewesen zu sein. Nach dem Tod Rudolfs III., des letzten Königs von Burgund, kommt das Gebiet an das Haus Savoyen und gehört zur Kastlanei Saint-Maurice: Die Meierei der Haussex und der Bassex gehört der Abtei Saint-Maurice, La Doey Savoyen. Später ist Vérossaz Teil der Landvogtei, dann des Bezirks Saint-Maurice. Lange Teil der grossen Gemeinde Saint-Maurice, trennt es sich von ihr und wird selbständig. Es vereint die Weiler Les Haussex, den Hauptkern, Les Bassex, La Doey, Chavanne und Vésenaud. Wer Vérossaz gegründet hat, ist nicht bekannt.[1]

Geschichte von Vérossaz

523. Der Überlieferung nach soll sich Sigismund, König der Burgunder, nach Vérossaz zurückgezogen haben.[1]

1032. Tod Rudolfs III., des letzten Königs von Burgund. Vérossaz kommt danach unter die Herrschaft des Hauses Savoyen, in der Kastlanei Saint-Maurice.[1]

1046. Erster Beleg des Namens in der Form « Verolsa ».[1]

1296. Eine ländliche Gemeinschaft mit jährlich gewählten Syndics soll erstmals erwähnt sein.

1349. Die Pest soll eine hohe Sterblichkeit und eine Verdichtung der Siedlung verursacht haben.

1465. Bau einer ersten, von Saint-Maurice abhängigen Kapelle, 1742 neu gebaut.[1]

1475-1798. Vérossaz gehört zur Landvogtei Saint-Maurice.[1]

1531. Der Glockenturm wird gebaut; er soll erhalten und 1875 erhöht worden sein. Daten unsicher.

1822. Trennung von Saint-Maurice und Gründung der Gemeinde.[1]

1831. Im Rahmen der Befestigung des Engpasses von Saint-Maurice soll eine Redoute für 200 Soldaten und zwei Geschütze gebaut worden sein.

1836-1838. Vérossaz wird zum Rektorat erhoben.[1]

1838. Bau der Kirche Sainte-Marguerite an Stelle der Kapelle.[1]

1847. Vérossaz wird eine Pfarrei, die von den Chorherren der Abtei Saint-Maurice betreut wird.[1]

1996. Inbetriebnahme einer Sternwarte.[1]

2000. Drei Viertel der Erwerbstätigen arbeiten ausserhalb der Gemeinde, vor allem in Saint-Maurice und Monthey.[1]

Bevölkerung von Vérossaz

Quellen und Referenzen: [1][2]

Bevölkerung von Vérossaz
131372 Feuerstätten (Haushalte) (unsicher)
135022 Feuerstätten (Haushalte)
141732 Feuerstätten (Haushalte) (unsicher)
1798358
1850607
1900518
1950371
2000439
2025944

Historische Orte in Vérossaz

Kirche Sainte-Marguerite. 1838 an Stelle der Kapelle von 1465, die 1742 neu gebaut worden war, errichtet. Sie besitzt Glasfenster von Albert Chavaz.[1]

Weiler des Plateaus. Les Haussex als Hauptkern, Les Bassex, La Doey, Chavanne und Vésenaud bilden die Gemeinde. Im Mittelalter gehörte die Meierei der Haussex und der Bassex der Abtei Saint-Maurice und La Doey Savoyen.[1]

Sternwarte. 1996 in Betrieb genommene Sternwarte.[1]

Überreste in Vérossaz

Beil aus der Bronzezeit. Auf dem Gemeindegebiet wurde ein Beil aus der Bronzezeit entdeckt.[1]

Befestigungswerke. Der Engpass von Saint-Maurice soll ab den 1820er Jahren befestigt worden sein; 1831 soll in Vérossaz eine Redoute entstanden sein, im 20. Jahrhundert weitere Werke. Sie sind heute aufgegeben oder umgenutzt, namentlich als Sternwarte.

Sagen von Vérossaz

Die Zuflucht des heiligen Sigismund. Der Überlieferung nach soll sich Sigismund, König der Burgunder und Gründer der Abtei Saint-Maurice, 523 nach seiner Niederlage nach Vérossaz zurückgezogen haben. Eine « grotte à saint Sigismond » in den Schluchten des Mauvoisin hält diese Erinnerung in der mündlichen Überlieferung wach. Bestätigt ist die Erzählung nicht.[1]

Der Druidenstein von Combrevoux. Im Norden des Plateaus soll ein sogenannter « Druidenstein » der Überlieferung nach für Opfer gedient haben. Bestätigt ist das nicht.

Quellen

  1. Dictionnaire historique de la Suisse, « Vérossaz » (David Rey, version du 10.12.2012)
  2. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  3. geo.admin.ch, recherche de lieux (coordonnées)

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