Alterswil
Herkunft des Namens Alterswil
Alterswil erscheint 1148 als «Alterihcwilere», 1228 als «Vilar Altri». Der Name soll den Hof eines Alther oder Altarich bezeichnen.[1][2][3]
Gründung von Alterswil
Alterswil ist ein Strassendorf mit rund zehn Weilern, darunter Heimberg, Wengliswil und Zitterli, 10 km östlich von Freiburg. Es soll eine alemannische Gründung des 8. und 9. Jahrhunderts sein und nicht eine römische, wie man früher annahm. Im 12. Jahrhundert besitzt das Cluniazenserpriorat Rüeggisberg hier Güter und Rechte, während die Herrschaft bei den Rittern von Maggenberg liegt, nach deren Aussterben bei der Freiburger Familie Velga. Das Dorf bildet den Juchschrot der Grosspfarrei Tafers in der Alten Landschaft Freiburgs. Alterswil gehört heute zur Gemeinde Tafers (Fusion vom 1. Januar 2021).[1][3]
Geschichte von Alterswil
Bronzezeit. Die ältesten Funde auf dem Gemeindegebiet stammen aus dieser Zeit.[1]
1148. Spätestens jetzt besitzt das Priorat Rüeggisberg Güter und Rechte in Alterswil. Die Nikolauskapelle ist wohl älter.[1]
12. Jahrhundert. Die Ritter von Maggenberg halten die Herrschaft, auch die Grafen von Thierstein haben Besitz.[1]
1228. Ein von Rüeggisberg abhängiges Priorat wird erwähnt.[1]
Ende 13. Jahrhundert. Bau der Burg Ober-Maggenberg.[1]
1386. Berner Truppen stecken das Dorf in Brand.[1]
1442. Die Grafen von Thierstein verkaufen ihre Lehen an die Stadt Freiburg.[1]
1445. Alterswil gehört zur Pfarrei Tafers und zum Aupanner der Alten Landschaft.[1]
1486. Am 30. März verkauft das Vinzenzstift in Bern, dem Rüeggisberg 1484 inkorporiert wurde, seine Rechte in Alterswil an Freiburg.[1]
1726. Eine Kaplanei wird errichtet.[2][3]
18. Jahrhundert. Die Strohflechterei wird ein wichtiger Erwerb, vor allem in der ersten Jahrhunderthälfte.[1]
1832. Aus dem Juchschrot wird die politische Gemeinde Alterswil.[1][3]
19. Jahrhundert. Das Dorf zählt bis zu vier Mühlen und drei Sägereien.[1]
1848. Eröffnung einer reformierten Schule, die bis 1977 besteht.[1]
1894. Die Kaplanei, 1885 als Rektorat von Tafers abgetrennt, wird zur Pfarrei erhoben.[1][3]
1990. 67 % der Erwerbstätigen arbeiten nach einem starken Rückgang der Landwirtschaft ausserhalb der Gemeinde.[1]
1999. Die Reformierten von Alterswil kommen zur reformierten Kirchgemeinde St. Antoni.[2][3]
2016. Im Dezember beschliesst der Gemeinderat, sich an der Fusionsstudie von Tafers und St. Antoni zu beteiligen.[4]
2019. Am 19. Mai nimmt Alterswil den Fusionsvertrag mit 574 zu 439 Stimmen an.[4]
2021. Am 1. Januar wird Alterswil ein Dorf der Gemeinde Tafers.[1][4]
Bevölkerung von Alterswil
Quellen und Referenzen: [1]
| 1831 | 973 |
| 1850 | 1'002 |
| 1900 | 1'365 |
| 1950 | 1'613 |
| 1970 | 1'532 |
| 2000 | 1'881 |
| 2010 | 1'929 |
| 2020 | 2'045 |
Überreste in Alterswil
Villa von Heimberg. In Heimberg wurden Reste einer römischen Villa gefunden.[1]
Ober-Maggenberg. Von der gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbauten Burg sind Reste des Bergfrieds erhalten.[1]
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Alterswil » (Jean-François Steiert, version du 10.06.2021)
- Commune de Tafers, « Geschichte der Gemeinde und der Ortsteile »
- Commune de Tafers, « Geschichte der Gemeinde und der Ortsteile » (brochure PDF)
- Conseil d'État du canton de Fribourg, message 2019-DIAF-5 accompagnant le projet de décret relatif à la fusion des communes d'Alterswil, de St. Antoni et de Tafers (12.11.2019)
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