Gruben

Kanton Wallis · Bezirk: Leuk · Keine veröffentlichte Zahl für den Ort; die Gemeinde Turtmann-Unterems zählt 1'193 Einwohner (31.12.2025, provisorische Zahl BFS)
Gehört zur Gemeinde Turtmann

Herkunft des Namens Gruben

Gruben erscheint 1768 auf einer Walliser Karte, zusammen mit Tschavil, Meiden, Plumatt und Grossenthum, den ersten dort eingetragenen Orten im Turtmanntal. Der Name ist ungeklärt. Den Namen Meiden, der benachbarten Häusergruppe, hat man mit Pferden in Verbindung gebracht.[1]

Gründung von Gruben

Gruben entstand als Maiensäss der Alp Gruben, auf der rechten Seite des Bachs, zuhinterst im Turtmanntal. Gegenüber, auf der linken Seite, liegt Meiden, der Maiensäss der Alp Meiden. Die beiden Häusergruppen bilden eine Doppelsiedlung am Ende des Talwegs. Das Gebiet von Gruben gehörte bis 2007 zur Gemeinde Oberems, danach zu Turtmann. Seit der Fusion von 2013 ist es Teil der Gemeinde Turtmann-Unterems.[1][3]

Geschichte von Gruben

1681. Auf der Grenze zwischen den Alpen Gruben und Meiden bauen die Geteilen beider Alpen gemeinsam ein Bethäuschen.[1]

1708. Die heutige Kapelle wird errichtet und der Heiligen Familie geweiht.[1]

1860. Die Geteilen von Gruben eröffnen das « Hotel Schwarzhorn », das erste Gasthaus im Tal.[1]

1888. In der Saison trägt ein Bote täglich die Post von Turtmann nach Gruben. 1898 übernimmt eine Pferdepost.[1]

1956. Ab dem Sommer kommt die Post mit dem Jeep.[1]

1964. Die Strasse von Turtmann nach Gruben und Meiden, verlängert bis ins Sänntum, wird für den Privatverkehr geöffnet.[1]

1966. Die Kraftwerkstrasse zwischen Pletschu und Gruben wird vollendet. Sie überprägt den alten Talweg.[1]

2002. Der Walliser Staatsrat entscheidet einen alten Grenzstreit und spricht das umstrittene Gebiet des Turtmanntals je zur Hälfte Oberems und Turtmann zu.[2]

2008. Gruben liegt nun auf dem Gebiet der Gemeinde Turtmann.[3]

2013. Mit Turtmann kommt der Maiensäss zur neuen Gemeinde Turtmann-Unterems.[3]

Historische Orte in Gruben

Kapelle der Heiligen Familie. Sie steht auf der Grenze zwischen den Alpen Gruben und Meiden, an der Stelle des Bethäuschens, das die Geteilen beider Alpen gemeinsam gebaut hatten.[1]

Meiden. Maiensäss der Alp Meiden, gegenüber von Gruben auf der linken Seite. Früher soll hier eine Hammerschmiede bestanden haben. Der Talweg verzweigte sich hier in vier Passwege in die Nachbartäler: Meidpass, Forcletta (Furggilti), Col de Tracuit und Augstbordpass.[1]

Quellen

  1. Inventaire des voies de communication historiques de la Suisse (IVS), objet VS 302 « Turtmann - Gruben/Meiden; Turtmanntal » (Office fédéral des routes, état 2001)
  2. Historisches Lexikon der Schweiz, « Oberems » (Bernard Truffer, version du 20.01.2009, version allemande)
  3. geo.admin.ch, limites communales historiques (swissBOUNDARIES3D) au point de Gruben
  4. Office fédéral de la statistique (OFS), STATPOP, chiffres provisoires au 31.12.2025, via citypopulation.de
  5. geo.admin.ch, recherche d'adresses (coordonnées)

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